Hapimag GV 2016

Hapimag GV 2016:  Der „Unabhängige“ hatte genügend Stimmen!

Die Hapimag Generalversammlung (GV) fand am 20. April 2016 in Baar in der Schweiz statt. Der HFA hat dort mit sieben Vertreter und fast 16.000 Stimmrechten seine Position zur Zukunft der Hapimag durchaus streitig vertreten.

Wir wollen nicht verhehlen, dass wir, was den Umgang mit den Aktionären durch Hapimag betrifft, insgesamt wieder mit kräftigem Gegenwind rechnen mussten. Lediglich der Präsident machte auf die derzeitge schwierige Lage von Hapimag aufmerksam. Es wurden aber wieder keine Strategien, Lösungen und Rezepte für die Zukunft angedacht  oder vorgestellt. Ständig neue Produkte bringen keine neuen Aktionäre und verunsichern zunehmend die Altaktionäre.

Hapimag konnte immer noch auf die relative Mehrheit der Stimmen, die dem „unabhängigen Stimmrechtsbevollmächtigten“ ohne jegliche Weisung gegeben werden, vertrauen. Obwohl es zahlreiche Meldungen zu den steigenden Kosten und der Unzufriedenheit der Partner mit dem Umgang mit dem Aktionärseigentum und der Informationspflicht seitens Hapimag gab, wurde der Verwaltungsrat in seiner Gesamtheit mit den Stimmen von knapp 18% aller in Umlauf befindlichen Aktien entlastet und wiedergewählt.

Zu den von den Aktionären gestellen Fragen wurden selten konkrete Antworten erteilt, oft gab es nur ausweichende oder überhaupt keine Antworten. Was will der Konzern auf diese Weise erreichen? Was gibt es da zu verbergen?

Auch unsere während der GV  gestellten Fragen wurden kaum konkret, sehr oft nur ausweichend beantwortet.  Die im Vorfeld schritlich gestellten Fragen wurden meist umformuliert und nur ausweichend beantwortet. Die schriftlichen Fragen und die auf der GV dazu erteilten Antworten dazu finden Sie hier:

Fragen und Antworten GV 2016

Jahres-und Konzernrechnung 2015

Jahresbericht und Bericht der Revisionsstelle

wurde in Kurzform ausgeschickt. Aus diesem Jahresbericht ist es fast unmöglich, die relevanten Zahlen herauszulesen. Wir haben den Langbericht angefordert und wie immer, von unseren Fachleuten analysieren lassen. Auch wenn diese Analyse von Jahr zu Jahr schwieriger wird, ein detaillierter Blick auf die Vermögensbilanz zeigt erst wirklich, wie groß das Finanzloch (das Größte seit Bestehen) im letzten Jahr war und wieviel Vermögen der Anleger zur Deckung verwendet werden musste.
Wir sprechen von einem Finanzierungsminus von  63 Mio €!

Obwohl die Verwaltungskosten in der Schweiz enorm gestiegen sind, hält Hapimag am Neubau des Verwaltungsgebäudes fest. Darüber nachzudenken, ob man durch Auslagerung diverser Aktivitäten in den EU-Raum vielleicht Einsparungen erzielen könnte, ist wohl zuviel verlangt?

Die Aussagen im Kurzbericht über Gewinn oder Verlust der Unternehmensgruppe sind nur ein kleiner (irreführend optimistischer) Teilaspekt aus der gesamten Finanzlage. Was sagt dazu ein Finanzspezialist:

Inzwischen ist man mit der Preisgabe wichtiger Fakten deutlich zurückhaltender geworden und befleißigt sich einer sehr kreativen Buchführung, um die negativen Tendenzen zu verschleiern. Das Zahlenpuzzle wird von Jahr zu Jahr komplizierter. Der Bericht der Geschäftsleitung  ist ein semantisches Meisterstück selektiver Darstellung beruhigender Fakten.“

Bis es ein Protokoll zur GV 2016 geben wird, werden noch Monate vergehen. Hier finden Sie daher vorweg unsere Notizen.

Unsere Notizen zur Hapimag GV 2016