Hapimag GV 2018

Hapimag Generalversammlung 2018

Erster Bericht von der GV 2018

Dieses Mal war die Hauptversammlung der Hapimag AG in Baar eine wirklich lange Veranstaltung. Von 10 Uhr bis 18:30 Uhr fand eine lebhafte Argumentation mit dem Verwaltungsrat statt.  Danke an alle HFA Mitstreiter für Ihren Einsatz und die vielen Wortmeldungen.
Mit ca. 340 Teilnehmern war die Veranstaltung nicht ganz so stark besucht wie in den letzten Jahren, sicherlich hatten eVoting und Direktübertragung eine dämpfende Wirkung auf die Teilnahme vor Ort.

Ein Dank geht auch an den VR-Präsidenten Fontana, die sich wirklich bemühte, die GV in einem fairen und sachlichen Stil abzuwickeln!  Er hat zum Unterschied vergangener Jahre aufgezeigt: Es geht auch anders!

Zum ersten Mal bei einer GV konnte der HFA einge seiner Anträge mit Mehrheit bei der Abstimmung durchbringen.
So wird in Zunkunft die Prüfungsgesellschaft alle 7 Jahre gewechselt. Eine für AG’s in vielen Ländern vorgeschriebene und oft empfohlene Vorgangsweise.
Weiters werden bei der Übertragung von Aktien in Zukunft die original AGB’s gelten und keine neuen Bedingungen „untergejubelt“.  Der Käufer dann immer noch entscheiden, ob er neue Bedingungen (Hapimag Classic) akzeptieren will.

Einer der Erfolge war sicher die Akzeptanz der Sonderprüfung durch die Aktionäre. Obwohl erst als letztes Traktandum aufgerufen, hat sich ein vertretenes Aktienkapital von CHF 6.081200 für eine Sonderprüfung ausgesprochen.

Wer sich vertieft mit den aktienrechtlichen Möglichkeiten zur Sonderprüfung beschäftigen möchte, sei auf folgenden Artikel verwiesen: https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/sonderpruefung-wenn-not-am-mann-ist

Den ersten Bericht der GV von  unserer Schriftführerin finden Sie hier .  Bericht Hapimag GV 2018  (PDF)

Ungewöhnlich früh ist diesmal auch das Protokoll von der GV 2018 verfügbar.

 Antrag auf Sonderprüfung

Sehr geehrte Hapimag-Aktionärin, sehr geehrter Hapimag Aktionär, viele Initiativen unserer Aktionärsvereinigung von Hapimag-Aktionären (alles Kleinaktionäre) hatten bisher nicht den erwünschten und notwendigen Erfolg. Als HFA haben wir uns nun die Hilfe eines im Anlegerschutz erfahrenen Schweizer Rechtsanwaltes gesichert.

Der Schweizer Hans-Jacob Heitz:

  • Advokat & Mediator,
  • führte nebenamtlich Wirtschaftsverbände wie Handelskammer u.a.m.;
  • hatte Einsitz in diversen KMU-Verwaltungsräten;
  • war Richter in der Wirtschaftsabteilung des Bundesverwaltungsgerichts;
  • gründete und präsidierte die Schweizer Schutzvereinigung Schweizer Anleger SVSA,
  • hatte Einsitz im Winterthurer Großen Gemeinderat, Berufsbildungsrat sowie Kantonsrat des Kantons Zürich,
  • und ist Generalstabsoberst aD.

Rechtsanwalt Hans-Jacob Heitz: “Das Schweizerische Aktienrecht kennt als wirksamstes Kontrollinstrument in der Hand der Aktionäre die Sonderprüfung (OR Art. 697a), um in Ausübung der Aktionärsrechte bestimmte Sachverhalte durch einen unabhängige Sachverständigen prüfen zu lassen.
Bedingung ist, dass zuvor bezüglich der interessierenden Sachverhalte das Recht auf Auskunft oder Einsicht ausgeübt wurde, welches seine Grenze bei den Geschäftsgeheimissen hat.
Der HFA macht mit Blick auf die Generalversammlung 2018 von diesem seinem und seinen Mitgliedern so wie auch den andern Hapimag-Aktionären zustehenden Recht durch Einreichung von Fragen zu den interessierenden Sachverhalten im Gesetzessinn Gebrauch, soweit er davon nicht bereits früher Gebrauch gemacht hat.

Lesen Sie hier den Bericht der Luzerner Zeitung zum Antrag auf Sonderprüfung

Im Fokus des Interesses stehen die folgenden Sachverhalte:

  1. Seit Jahren substantiell rückläufige Entwicklung des Eigenkapitals
  2. Intransparente Verkäufe/ Zukäufe von Resorts mit substantiellen Verlusten
  3. Intransparente Rechungslegung mit für den Aktionär nicht überprüfbarer sogenannter Konzernrechnung einerseits sowie
  4. jährlich nichtendenwollende substantielle Verluste bei der Hapimag AG, an welcher wir unsere Aktien halten
  5. In den Sand gesetzte Investitionen beim Rechenzentrum, das plötzlich ausgelagert werden soll
  6. Unnötiger Bau eines kostspieligen Verwaltungszentrums
  7. Intransparente Kostenexplosion bei der IT/ EDV
  8. Überbordende Anschaffungskosten für Inneneinrichtungen gewisser Resorts
  9. Geradezu willkürliche Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) auf dem Buckel von uns Aktionären
  10. Gesetzeswidrige Beschränkung der Aktionärsrechte (Verweigerung der Möglichkeit der Vertretung durch einen andern Aktionär) beim E-voting

Der HFA stellte dem Verwaltungsrat rechtzeitig den formellen Antrag (mit den Fragen), die Sonderprüfung  offiziell auf die Traktandenliste der Einladung zur Generalversammlung aufzunehmen, damit alle Aktionäre frühzeitig davon Kenntnis erhalten, wozu Aktien im Nennwert von mindestens CHF 1 Million vertreten sein müssen, was bereits deutlich sichergestellt ist.
An der Generalversammlung selbst geht es um die Mehrheit der anwesenden und vertretenen Aktionärsstimmen, damit der Verwaltungsrat von Gesetzes wegen verpflichtet ist, dem Antrag um Sonderprüfung statt zu geben.
Die Mehrheit der Stimmen bei der GV hat dem Antrag zugestimmt!

Vor dem Richter gilt es lediglich glaubhaft zu machen, dass Organe wie Verwaltungsrat und mutmasslich
Revisionsstelle Gesetz oder Statuten verletzt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre geschädigt
haben.”

Lesen Sie hier: „Hapimag kommt nicht zur Ruhe“  aus der Luzerner Zeitung

(Nur für angemeldete Hapimag Partner oder HFA Mitglieder)

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