Warum brauchen wir eine Hapimag Sonderprüfung?

Hapimag – Aktionäre mit individueller beruflicher Fachkenntnis helfen dem HFA schon seit Jahren dabei, die Langfassungen der jährlichen Geschäftsberichte der Hapimag AG wohlwollend kritisch durch zu schauen. Sie machen auf Besonderheiten und Merkwürdigkeiten aufmerksam, die unsere Aktionärsvereinigung zu Nachfragen in der jeweiligen Generalversammlung veranlassten bzw. veranlassen.

Die Situation stellt sich für uns so dar: Leider gab es auf Nachfragen bis in die jüngste Zeit, nur ausweichende oder sogar vernebelnde Antworten; Aufklärung gegenüber den Aktionären und Investoren wurde verweigert.

Ein ehemaliger (nicht mehr berufstätiger) Finanzvorstand eines internationalen Unternehmens, Aktionär K., kritisierte schon vor Jahren einen unerklärlichen, da nicht nachvollziehbaren Substanzverlust. Seine Bemühungen, durch Fachgespräche mit Verantwortlichen des Unternehmens auf diese Schieflage hinzuweisen und eine Änderung der Geschäftspolitik anzuregen, war bedauerlicherweise ohne Erfolg. Es gab keine Gesprächsbereitschaft. Die von ihm über mehrere Jahre erarbeiteten vergleichenden Zahlen und Zahlenreihen wiesen auf eine erkennbare Bruchlandung des Unternehmens in der nächsten Zeit hin, einfach, weil das Eigenkapital (neutral ausgedrückt) geringer wurde.

Eine andere absolut kritische Sichtweise könnte in der Feststellung gipfeln, das Eigenkapital wurde verschleudert. Dieser Eindruck verstärkt sich,  insbesondere, da seine begründeten, fachlich motivierten Informationsgespräche zur Unternehmensleitung von dieser negiert wurden.

Fakt ist, dass sich das Eigenkapital der Hapimag im Jahre 2005 von 403,4 Mio. Euro auf 277,0 Mio. Euro in 2016 verringerte.

Auch andere Hapimag-Aktionäre (ehemalige, nicht mehr berufstätige Betriebswirte, Bänker, Wirtschaftsprüfer) die dem HFA in der Auswertung und Beurteilung der Langfassungen der jährlichen Geschäftsberichte helfen bzw. geholfen haben, wiesen auf eine fast unumkehrbare finanzielle Schieflage hin.

Auch unsere Aktionärsvereinigung erfuhr den offensichtlich erkennbaren Unwillen der Unternehmensleitung, die nach dem Schweizer Obligationenrecht zulässigen Fragen zur finanziellen Lage, zur Zukunft unseres Unternehmens ausreichend und umfassend beantwortet zu bekommen. In den Generalversammlungen (GV) gab es ausweichende bis fast schnippische Antworten, Gesprächsangebote des HFA blieben einfach ohne Antwort.

Versuche des HFA, in der Hapimag – Aktionärsgemeinschaft einen etwas distanzierten Umgang mit den von Hapimag als Jahresergebnis vorgelegten Zahlen und Daten durch kritische Fragen herbeizuführen, wurden vom Unternehmen mit Abmahnungen und sogar Klagen gegen den HFA beantwortet.

Die Anregung und Feststellung von Aktionär K., eine Aufklärung über eine Sonderprüfung zu erreichen, hat der HFA aufgegriffen und sich um die dafür notwendige anwaltliche Vertretung durch einen Schweizer Anwalt bemüht.

Fakt ist, KPMG prüft schon seit fast 20 Jahren das Unternehmen, obwohl selbst berufsständische Verbände der Wirtschaftsprüfer alle sieben Jahre einen Wechsel empfehlen.

(Anmerkung: Wir haben durch eine vom HFA initiierte Statutenänderung in der GV 2018 erreicht, dass zukünftig die Revisionsgesellschaft mindestens alle sieben Jahre wechseln muss.)

Den HFA erreichen immer wieder Wortbeiträge und Kommentare von Aktionären, die davon ausgehen, dass es bei dem eigentlich gesunden Unternehmen Unregelmäßigkeiten geben müsste bzw. gegeben hat, die die heutige schwierige Situation herbeiführten.

Auffällig wären die Verkäufe von beliebten Ferienanlagen, die nach Einschätzung vieler Aktionäre, die sich damit im Detail beschäftigen, unter Wert erfolgten.

Aufgrund dieser Ausgangslage hat der HFA, als Fan der Hapimag-Idee, bei Aktionären um Unterstützung geworben, die Frage in die Tagesordnung der Hapimag Generalversammlung (GV) 2018 aufzunehmen, ob eine Sonderprüfung durchgeführt werden soll.

Wenn Aktionäre ein Nennwertkapital von mindestens 1 Million Schweizer Franken nachweisen, ist eine solcher Tagesordnungspunkt aufzunehmen. Hapimag Aktien haben einen Nennwert von CHF 100 oder CHF 200. Der Wert von 1 Million Schweizer Franken zur Aufnahme in die Tagesordnung wurde nicht nur erreicht, sondern erheblich übertroffen.

Bei der Abstimmung über eine Sonderprüfung erhielt der vom Schweizer Anwalt des HFA eingereichte Fragenkatalog in der GV eine ausreichende Mehrheit.

Dies ist sicher auch als Auftrag an unsere Aktionärsgemeinschaft zu verstehen, eine rechtliche abgesicherte Klärung herbeizuführen.

Über die Vertiefungsfragen zu den angesprochenen Sachverhalten erfolgte eine von der Sitzungsleitung initiierte weitere Abstimmung, die zwar ein Stimmengewicht von abstimmungsberechtigtem Nennwertkapital von CHF 3.904.000 erhielt, damit leider aber keine Abstimmungsmehrheit.

Das Ziel einer Sonderprüfung ist die Aufklärung, ob die derzeitige schwierige Situation des Unternehmens (auch im finanziellen Bereich) allein durch unternehmerische Fehlentscheidungen entstanden ist oder die als hartnäckiges Gerücht immer wieder aufkommenden Verschwörungstheorien einen realen Hintergrund haben.

Diese Gerüchte werden unter anderem dadurch genährt, weil die vom HFA schon jahrelang vorgebrachten Anträge, die Prüf- und Revisionsgesellschaft zu wechseln, unberücksichtigt blieben.

Wenn sich durch eine Sonderprüfung unternehmerische Fehlentscheidungen belegen lassen, hätte das welche Rechtsfolgen? Schadensersatzpflicht?

Wenn sich durch eine Sonderprüfung rechtliche Verfehlungen belegen lassen, sind konsequenterweise strafrechtliche Folgen und Schadensersatz zu erwarten?
Bei wem liegen möglicherweise persönliche Verantwortungen?

Helfen mögliche Folgen der Zukunft des Unternehmens?

Als Absicht dieser Initiative  des HFA – Hapimag Ferienclub für Aktionäre kann formuliert werden: Offene Information der Aktionäre – Es müssen die wirklichen Verluste der letzten 10 Jahre für alle Aktionäre nachvollziehbar offengelegt werden (Eigenkapital, Kapitalreserven u.a.).

Die Führung hat die Verluste bis jetzt jedes Mal abgestritten oder verharmlost. Es wurden Jahr für Jahr teilweise positive Kennzahlen eines Hapimag Konzern dargestellt, während die Hapimag AG Verluste ausweist und sich das Eigenkapital reduzierte.

Die Schönfärberei, mit denen die Jahresabschlüsse mit “positiven Kennzahlen” vorgelegt wurden, muss beendet werden. Die Aktionäre der Hapimag AG müssen zukünftig wahrhaftig, hinreichend und ausführlich über die finanzielle Situation ihrer Aktiengesellschaft informiert werden und nicht nur mit “positiven Kennzahlen“ eines Hapimag-Konzerns ohne jede eigene Rechtspersönlichkeit.

Fakt ist: Trotz “positiver Kennzahlen” in den letzten Jahren für den Hapimag Konzern verschlechterte sich die finanzielle Lage der Hapimag Aktiengesellschaft.

Zudem ist die aktuelle Unternehmensstrategie (beinhaltend die Finanz-/Investitionsplanung) offen zu legen und zu klären, ob als Folge der Sonderprüfung Korrekturen daran vorgenommen werden oder vorgenommen werden müssen; wenn ja, welche?